The Hobbit

Zur solch einer späten Stunde schreibe ich noch diesen Artikel. Wir kommen gerade aus dem Kino und ich bin total geflashed und möchte deshalb in Anlehnung an diesen Artikel meine Meinung nach dem Film äußern.
Wir waren in einem Kino, welches seit Anfang diesen Jahres den iSens-Standard einsetzt. Hierbei ist nicht nur der Sitzkomfort toll, sondern auch das, was einen hochwertigen Kinobesuch erst zu einem Kinobesuch macht. Die Technik. Das Bild und der Sound.
Der iSens-Standard setzt vor allen Dingen auf ein neues imm-Sound-Verfahren. Das innovative daran ist, dass es sich hierbei um ein 23.1 3D Klang handelt.
Im Zusammenspiel mit dem in HFR-Verfahren in Real 3D aufgenommenem Film The Hobbit (der erste Film mit diesem Verfahren) macht sich das Ganze natürlich bemerkbar. Sehr mädchen-untypisch hat mich bei diesem Film eher die Technik, als die Geschichte interessiert. Und dazu kann ich sagen, dass es der absolute Wahnsinn ist. Wenn Filme nicht in Real 3D aufgenommen werden, sondern nur nachbearbeitet werden, ist das für die Katz. Wenn die Filme aber sofort so gedreht werden, ist das in der Tat so, als würde man dabei sein. Zwischendurch habe ich sogar die Hand von Anonymister fester gedrückt, weil mir kurz der Atem stocken blieb, als die Protagonisten z.B. in die Tiefe fielen und man das Gefühl hatte, man würde selber fallen. Der Sound ist auch beeindruckend, der von unseren Sitzplätzen aus, sich leider nicht ganz so gezeigt hat, wie er das hätte zeigen können. Das HFR-Verfahren, welches mit Red-Epic-Kameras aufgenommen wird, ist im ersten Moment sehr ungewohnt fürs Auge. 48 dieser Kameras, mit einer Auflösung von 4500 Pixel wurden für den Dreh des Films mit dem Budget von sage und schreibe ca. 180 Mio US-Dollar verwendet. Obwohl in diversen Foren immer wieder “Kopfschmerzen beim Schauen” auftauchte, hatten wir das nicht. Wie gesagt, es ist etwas ungewohnt. Man kann es ein bisschen mit dem “Aufholen der Videospur einer DVD nach dem Stocken” vergleichen, fanden wir. Nach einer Zeit gewöhnt man sich dran und dann ist es nicht mehr schlimm. Ich bin gespannt, wie schnell sich das HFR-Format durchsetzt, wobei es in meinen Augen nur bei Action- und Zeichentrickfilmen Sinn macht und nicht bei Komödien beispielsweise.

Natürlich kann man an dem Film an sich nicht meckern: eine sehr schöne Story ein paar Lacher inklusive – auch wenn etwas langgezogen, aber absolut sehenswert! Wie immer eine Wunderschöne Kulisse und eine wie Faust aufs Auge passende Besetzung. Auf dem Heimweg sagte ich zu Anonymister, dass man anhand solcher Filme wie “Herr der Ringe” oder eben “The Hobbit” sieht, dass Bücherverfilmungen auch etwas sehr schönes und detailverliebtes sein können.

Ganz klares Fazit von mir: Ab ins Kino!

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